Bewegte Schule

Leitgedanken:

Kinder im Grundschulalter haben ein starkes Spiel- und Bewegungsbedürfnis. Sie sind allem Neuen gegenüber aufgeschlossen. Kinder erkunden und erschließen sich ihre Welt vorwiegend über Bewegung und mit allen Sinnen: sie wollen ihre Umwelt ertasten, fühlen, sehen, riechen, hören, begreifen. Häufig fällt es ihnen jedoch schwer, sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren und kognitiven Anforderungen gerecht zu werden.

Die Schule als „Lernort“ erschwert bedürfnisgerechtes Bewegen. Das vorherrschende Klassenlehrerprinzip allerdings ermöglicht es, Lernen und Bewegen besser aufeinander zu beziehen.
Bewegung und Spiel begünstigen die Kontaktaufnahme und das Umgehen mit anderen Schülerinnen und Schülern und unterstützen somit soziales Lernen.
Bewegung und Spiel sind vertraute Elemente des kindlichen Alltags; ihre Sicherung im Rahmen der Schule schafft Vertrautheit und Geborgenheit. Dies stellt somit eine wirksame Maßnahme zur Förderung des Wohlbefindens und der persönlichen Sicherheit dar.
Die Integration von Bewegung in schulische Lernprozesse spricht alle Sinne an und erleichtert damit die Erschließung auch kognitiver Inhalte.
Bewegung und Spiel schaffen Ausgleich und Entlastung nach Phasen angespannten Arbeitens und Stillsitzens und tragen somit zu einer entspannten und anregenden Lernatmosphäre bei.

Umsetzung an der Grundschule Weiher:

  • Ein rhythmisierter Schulvormittag ermöglicht tägliche Bewegungszeit durch
    Bewegungsanlässe in den Pausen (zwei Aktivpausen mit 15 Minuten)
  • ein Schulgelände, das vielfältige Bewegungsmöglichkeiten bietet
  • ein Angebot anregender Spielmaterialien für die Hofpausen
  • Vielfältige Kooperationen mit Sportvereinen
  • Teilnahme an „Jugend trainiert für Olympia“
  • Gemeinsame Sportturniere mit den Nachbarschulen
  • Bewegungsanregendes Spielmaterial in jedem Klassenzimmer
  • Integration von Bewegung im Unterricht (bewegtes Lernen – z.B. Lesen im Gehen)
  • gemeinsame Vesperpausen vor den Hofpausen lassen genügend Zeit um sich in den
    Pausen draußen auszutoben
  • Verknüpfung von Bewegung und gesunder Ernährung durch erweiterte
    Unterrichtsangebote
  • Kein Verkauf von „Süßen Sachen“ für die Pausen

Zusammen mit finanzieller Unterstützung seitens des Fördervereins wurden in den vergangenen Jahren viele Spielgeräte angeschafft. 2009 erfolgte die Installation einer neuen Reckstangenanlage aus Aluminium und es wurde auch dem Wunsch der Eingangsschüler nach einer Rückzugsmöglichkeit entsprochen. Spielfelder auf dem Bodenbelag laden zu vielfältigen Spielsituationen ein. Im Seitenbereich des Schulhofes, dem „Heneka-Garten“ wurden Spielhütten aus Weide installiert, die sehr gut angenommen wurden. Bei Regenpausen in denen die Kinder nicht auf den Schulhof gehen können, kann jede Klasse auf eigene Spielgeräte zurückgreifen, die in den jeweiligen Klassenzimmern zu finden sind.