Schulprofil

Im Laufe der Jahre hat sich unser Schulprofil weiterentwickelt und ruht auf drei Säulen:

1. Lesekompetenz

Leitgedanken:

Die Fähigkeit zum Lesen ist nach wie vor unerlässlich, um erfolgreich eine Schul- und Berufsausbildung zu absolvieren und im Berufsleben bestehen zu können; sie bestimmt maßgeblich die soziale Position in unserer Gesellschaft mit. Lesen macht aber auch gesprächsfähig und schafft so die notwendige Voraussetzung für die Teilnahme am demokratisch-politischen Diskurs. Wer nicht lesen kann, entwickelt keinen Spaß daran, und wer nicht motiviert ist, setzt sich nicht gerne der Anstrengung des Lesens aus.“ (Altenburg 2002)

Teilnahme am Lesewettbewerb

Seit vielen Jahren veranstaltet die Grundschule einen Lesewettbewerb für die Klassen 1 bis 4. Der „sportliche Ehrgeiz“ veranlasst eine Reihe von Schülerinnen und Schülern, sich um die Verbesserung ihrer Leseleistungen zu bemühen, nur ein sinngestaltender Vortrag wirkt überzeugend. Die Anerkennung durch eine Jury – bestehend aus Lehrkräften und Kooperationspartner (Gemeindebücherei) – spornt zu weiteren Leistungen an. Buchpreise unterstreichen die Bedeutung des Lesens und bieten zusätzliche Anreize.

Besuch der Ortsbücherei und Stadtbücherei

Der Besuch beider Büchereien dient ebenfalls der Förderung der Leselust. Die Vielfalt der in der Bücherei angebotenen Medien regt zu selektivem Umgang mit dem Angebot an. Auch sollen die Schülerinnen und Schüler zur Selbstständigkeit angeleitet werden, z.B. bei der Materialbeschaffung für Projekte und Referate. Dazu werden die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe verschiedener Such- und Orientierungsaufgaben mit der Benutzerordnung und verschieden Suchmöglichkeiten – vertraut gemacht.

Das Antolin-Projekt

Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge ist das „Lesefenster“, d.h. die Zeit, in der ein Kind eine Beziehung zu Büchern und Lesen aufbaut, bis zum 13. bzw. 15. Lebensjahr weit geöffnet. Wer diese Zeit versäumt, wird später kaum mehr zum Lesen und seinen Freuden finden.

Es gilt daher, gerade die Schülerinnen und Schüler auf eine „sanfte“, zwanglose Art zum Lesen zu motivieren.
In der Konzeption zur Förderung der Lesekompetenz ist die Teilnahme dieser Jahrgangstufen am Antolin-Projekt ein zentraler Baustein, da auf diese Weise nicht nur das Leseinteresse geweckt, sondern auch das Textverständnis gefördert wird. Zu mehr als 3000 Buchtiteln werden über eine Internetplattform interessante Fragen und Aufgaben angeboten, deren Bearbeitung nach der Lektüre des jeweiligen Buches einer Punktewertung unterliegt. Die Ergebnisblätter können ausgedruckt und in einem individuellen „Lesetagebuch“ gesammelt werden; sie dienen damit auch der Dokumentation der Leseaktivität der Klasse und der einzelnen Schülerinnen und Schüler über einen bestimmten Zeitraum.

Nicht zuletzt diese Anreize – zum einen eine Rückmeldung über das Verständnis des Gelesenen zu erhalten, zum anderen der „sportliche Wettkampf“ um positive Ergebnisse und Punktewertungen innerhalb der Klasse und klassenübergreifend – sorgen den bisherigen Erfahrungen nach für großen Leseeifer und eine hohe Zahl von gelesenen Büchern.
Antolin wurde an der Schule im Schuljahr 2008/09 probeweise eingeführt. In diesem Schuljahr beteiligen sich alle Schüler ab Klassenstufe 2 an diesem Projekt. In der Regel führen die Kinder ihre Beteiligung zu Hause durch, für Kinder die keinen eigenen Internetzugang besitzen, besteht die Möglichkeit den Computerraum der Schule zu benutzen.

2. Bewegungsfreundliche Schule

Leitgedanken:

Kinder im Grundschulalter haben ein starkes Spiel- und Bewegungsbedürfnis. Sie sind allem Neuen gegenüber aufgeschlossen. Kinder erkunden und erschließen sich ihre Welt vorwiegend über Bewegung und mit allen Sinnen: sie wollen ihre Umwelt ertasten, fühlen, sehen, riechen, hören, begreifen. Häufig fällt es ihnen jedoch schwer, sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren und kognitiven Anforderungen gerecht zu werden.

Die Schule als „Lernort“ erschwert bedürfnisgerechtes Bewegen. Das vorherrschende Klassenlehrerprinzip allerdings ermöglicht es, Lernen und Bewegen besser aufeinander zu beziehen.
Bewegung und Spiel begünstigen die Kontaktaufnahme und das Umgehen mit anderen Schülerinnen und Schülern und unterstützen somit soziales Lernen.
Bewegung und Spiel sind vertraute Elemente des kindlichen Alltags; ihre Sicherung im Rahmen der Schule schafft Vertrautheit und Geborgenheit. Dies stellt somit eine wirksame Maßnahme zur Förderung des Wohlbefindens und der persönlichen Sicherheit dar.
Die Integration von Bewegung in schulische Lernprozesse spricht alle Sinne an und erleichtert damit die Erschließung auch kognitiver Inhalte.
Bewegung und Spiel schaffen Ausgleich und Entlastung nach Phasen angespannten Arbeitens und Stillsitzens und tragen somit zu einer entspannten und anregenden Lernatmosphäre bei.

Umsetzung an der Grundschule Weiher:

  • Ein rhythmisierter Schulvormittag ermöglicht tägliche Bewegungszeit durch Bewegungsanlässe in den Pausen (zwei Aktivpausen mit 15 Minuten)
  • ein Schulgelände, das vielfältige Bewegungsmöglichkeiten bietet
  • ein Angebot anregender Spielmaterialien für die Hofpausen
  • Vielfältige Kooperationen mit Sportvereinen
  • Teilnahme an „Jugend trainiert für Olympia“
  • Gemeinsame Sportturniere mit den Nachbarschulen
  • Bewegungsanregendes Spielmaterial in jedem Klassenzimmer
  • Integration von Bewegung im Unterricht (bewegtes Lernen – z.B. Lesen im Gehen)
  • gemeinsame Vesperpausen vor den Hofpausen lassen genügend Zeit um sich in den Pausen draußen auszutoben
  • Verknüpfung von Bewegung und gesunder Ernährung durch erweiterte Unterrichtsangebote
  • Kein Verkauf von „Süßen Sachen“ für die Pausen

Zusammen mit finanzieller Unterstützung seitens des Fördervereins wurden in den vergangenen Jahren viele Spielgeräte angeschafft. 2009 erfolgte die Installation einer neuen Reckstangenanlage aus Aluminium und es wurde auch dem Wunsch der Eingangsschüler nach einer Rückzugsmöglichkeit entsprochen. Spielfelder auf dem Bodenbelag laden zu vielfältigen Spielsituationen ein. Im Seitenbereich des Schulhofes, dem „Heneka-Garten“ wurden Spielhütten aus Weide installiert, die sehr gut angenommen wurden. Bei Regenpausen in denen die Kinder nicht auf den Schulhof gehen können, kann jede Klasse auf eigene Spielgeräte zurückgreifen, die in den jeweiligen Klassenzimmern zu finden sind.

3. Projektorientiertes Arbeiten

Leitgedanken:

Projekte und projektorientierte Unterrichtsformen sind besonders geeignete Organisationsformen, mit denen eigenverantwortliches Arbeiten und Lernen angeleitet werden kann. Zudem machen sie den Kindern viel Spaß: Die Möglichkeit, selbst Ideen zu entwickeln und zu initiieren und der Stolz das selbst erreichte Ergebnis anderen Schülern zu präsentieren, sind wichtige Faktoren schulischen Lernens. In diesen Organisationsformen fühlen sich Kinder bestätigt und bestärkt durch andere und durch das geschaffene Ergebnis. Die Projektarbeit findet losgelöst vom starren Stundenplan statt. Sie ist hoch motivierend, stärkt das Selbstvertrauen, fördert problemlösendes Denken und Handeln, ermöglicht intensive Auseinandersetzung mit einem Thema und vermittelt andere Lernerfahrungen. Die Projektarbeit hat das Ziel zu eigenverantwortlichem Handeln hinzuführen. Kinder lernen sich selbst zu organisieren und Lernprozesse selbstständig zu planen und durchzuführen.

Umsetzung des projektorientierten Arbeitens an der Schule:

  • alle Schüler haben jeden Mittwoch zwei Projektstunden und durchlaufen im Laufe eines Schuljahres vier Themen bei vier verschiedenen Lehrkräften.
  • Der Klassenverband bleibt bestehen. Am Ende des Schuljahres hat jeder Schüler vier Projekte absolviert.
  • Drei Themen werden von der Schule vorgegeben (Bildungsplan), ein Thema ist Wunschthema, das die Schüler anhand einer Abfrage vom Vorjahr nach Neigung sich ausgesucht haben (ab 2009/10).
  • Das Schuljahr ist in vier Quartale eingeteilt. Bei Quartalsende nach 8-10 Wochen wechselt jeder Schüler zu einer anderen Lehrkraft und widmet sich einem neuen Thema.
  • Am Ende jedes Quartals werden die Ergebnisse aus der Projektarbeit präsentiert.
  • Im Rahmen der Kooperation Schule-KIGA werden die Schulanfänger zu den Präsentationen eingeladen.