Kindergarten

Kooperation KIGA (St. Nikolaus und St. Wendelin)

kiga1Am Ende der Kindergartenzeit freuen sich die meisten Kinder auf die Schule. Eltern, Erzieherinnen und Lehrer wollen, dass das Kind den Übergang erfolgreich bewältigt. Natürlich sollen auch die Eltern Unterstützung erfahren, um in ihre neue Rolle hineinwachsen zu können.

Die Kooperation zwischen Schule und Kindergarten hat in Weiher eine lange Tradition. Seit ca. 12 Jahren kooperiert Fr. Rusnyak mit den Kindergärten St. Nikolaus und St. Wendelin. Beide Einrichtungen stehen unter katholischer Trägerschaft. Fr. Rusnyak hat anfangs die Kooperation alleine durchgeführt. Im Laufe der Zeit arbeiteten zusätzlich noch mehrere Lehrkräfte mit, da die Zahl der Schulanfänger stetig anstieg. Oftmals waren ca. 50 Kinder auf die Schule vorzubereiten. Im Schuljahr 2009/2010 waren Fr. Rusnyak und Fr. Kempf die beiden Kooperationslehrerinnen; die Zahl der Schulanfänger betrugt zur dieser Zeit 52 Kinder.

Zu Beginn des neuen Schuljahres trafen sich Herr Mohler (SL), Fr. Rusnyak (KR), Kindergartenleiterinnen und Erzieherinnen an einem runden Tisch an der GS-Weiher, um die Kooperationsmodalitäten festzulegen. Der Besuch der Elternabende an den Kindergärten steht oft zu Beginn der Kooperation. So werden die ersten Kontakte mit den Eltern der Schulanfänger geknüpft. Eines der Themen: „Vorbereitung auf Schule / Arbeitsverhalten“.

Im Mittelpunkt der Kooperation zwischen Schule und Kindergarten steht das Kind. Es wird wahrgenommen und seine Interessen und Neugier werden geweckt. Die Kinder werden individuell aber auch innerhalb der Schulanfängergruppe beobachtet und Fähigkeiten gefördert. Bei den wöchentlichen Treffen können die Kinder ihr Wissen und Können zeigen. Die Schulung der Neugier, Kreativität, Interessen und Problemlösungsfähigkeit wird angestrebt.

Die Beobachtung, das Gespräch, der regelmäßige Austausch zwischen Erzieherinnen, Lehrern über die individuelle Entwicklung der Kinder können die Förderung vorantreiben und den Übergang vom Kindergarten zur Schule erleichtern. Der individuelle Förderbedarf wird dadurch frühzeitig erkannt. Gespräche zwischen Eltern, Erzieherinnen und Lehrern sind immer wieder nötig und klären über die Fördermaßnahmen auf.

Durch die Besuche an der Schule werden die Einrichtung, Klassenräume, Materialien, Rituale,… bereits vor der Einschulung erfahrbar gemacht und erleichtern dadurch den Übergang und die Eingewöhnung. Anhand der Kooperationsvereinbarung, die jedes Schuljahr neu überarbeitet wird, ist die Durchführung der Kooperation für das jeweilige Schuljahr ersichtlich.

Bis März sind die Besuche der Schulanfänger an der Grundschule Weiher meist abgeschlossen. Doch gleich anschließend werden die wöchentlichen Kooperationsstunden am Kindergarten mit den Lehrerinnen bis zum Sommer fortgesetzt.
Mitte März findet der Schulanfängerelternabend statt. Hier informiert der Schulleiter die Eltern über das Verfahren der Schulanmeldung, Rückstellung, vorzeitige Einschulung und Einschulungsuntersuchung. Anschließend besuchen die Eltern die Kooperationslehrer beziehungsweise den künftigen Erstklassenlehrer im Klassenraum. Die Lehrkräfte legen in ihren Ausführungen dar, wie an der Schule gearbeitet wird, welche Materialien benutzt werden, wie das Lese-/Schreibkonzept aussieht und welche Materialien gebraucht werden. (Der ortsansässige Schreibwarenladen packt auch für die Eltern das sogenannte „Starterpaket für die 1. Klasse“. Dies liegt an dem Abend vor und kann bereits angesehen und erläutert werden.)

Ende März findet die Schulanmeldung statt. Herr Mohler, Fr. Rusnyak, Fr. Kempf und Fr. Weisbrod führen in zwei Teams die Anmeldung durch. Nach Feststellung der Daten eines jeden Kindes wird in einem kleinen Gespräch das Kind angemeldet. Das Kind erhält noch einen Ansteckbutton, der zeigt, dass es nun sichtbar ein Schulanfänger ist.
Danach erfolgt die Schuluntersuchung von den Kindern, die zuvor in Gesprächen mit den Erzieherinnen der jeweiligen Kindergärten ausgewählt wurden.

Wie bereits oben erwähnt, wird die Kooperation von Seiten der Schule in den Kindergärten bis zur Einschulung fortgesetzt. Daneben pflegen die Erzieherinnen intensiv den Kontakt mit der Schule. So besuchen die Schulanfänger z.B. den Vorlesetag an der Schule und die Erzieherinnen sind selbst Vorleser. Oder eine Gruppe probt in einem Klassenzimmer einen Schulvormittag , dabei werden die „Schulstunden“ von der Erzieherin abgehalten. Die Räumlichkeiten, den Rhythmus des Schulvormittags, die Pausen, das Treffen der Schulkinder … werden dabei erfahrbar gemacht. Manche Gruppen besuchen eine Projektpräsentation einer Klasse oder halten Sportstunden in der großen Mehrzweckhalle ab. Bis Juli werden immer noch pädagogische Gespräche über einzelne Kinder geführt.

Vor den großen Ferien erhalten die Schulanfänger von den künftigen Klassenlehrerinnen einen Brief. So wird versucht, den Übergang von Kindergarten zur Schule recht angenehm zu gestalten.
Lehrerinnen und Erzieherinnen besuchen regelmäßig gemeinsam Fortbildungen. Das führt zum fachlichen Austausch. Miteinander entwickeln Erzieherinnen und Lehrkräfte ein Bildungsverständnis, das sich an den Bedürfnissen der Kinder orientiert.

Schulfähigkeit wird definiert als eine Aufgabe für alle Beteiligten.